Gedanken zum Thema NATURBILDER…

Ich glaube, wir alle sehnen uns nach mehr Natürlichkeit, Naturverbundenheit – mehr Zeit und Muße für die NATUR in und um uns. Doch warum ist das so? Ist es die „Denaturiertheit“ unserer heutigen Daseinsweise als „Treibhauspflanzen“: zumeist in geschlossenen Räumen, sitzend, bewegungsarm, überfüttert mit Nahrung und Informationen… oder ist es schlicht die tief verwurzelte Sehnsucht in uns Menschen nach Verbindung mit unserem Lebensraum und der Natur in unserem eigenen Wesen? Was fehlt uns? Diese Frage möge sich jede(r) selbst beantworten.

Die Lust am meist einsamen Herumstreifen in „freier Wildbahn“, zu Fuß oder mit dem Rad, zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Mein Erleben der Natur hat sich mit den Jahren verändert: zunächst Freude an der Bewegung, am Entdecken, an der Freiheit, „eigene“ Plätze zu finden – dann kamen visuelle Eindrücke dazu, die mit dem Zeichenstift oder auf der Leinwand eingefangen werden wollten, der Wunsch aufzunehmen… immer verbunden mit einer ruhigen, fast meditativen Selbsterfahrung.

Was nehme ich wahr, was setze ich ins Bild – es ist immer nur ein Spiegel meiner Seele und auch meiner Sehnsucht nach Schönheit. Fotografieren heißt malen mit Licht – und auswählen und weglassen. Es ist die Absicht im Tun, die das fertige Bild entstehen lässt, gepaart mit plötzlichen „Fügungen“ – Lichtspielen, Windstößen, auftauchenden Rehen… eine Mischung aus planen und aufmerksam, gewahr sein.

Bisweilen geht es um mehr als SCHÖNHEIT – gerade in alten Baumpersönlichkeiten, angegriffen, verletzt, teilweise morsch und doch wieder lebendig austreibend im Frühling, sehe ich eine anrührende Metapher auch für unsere Lebenskraft – oder, wie man heute sagt: RESILIENZ. Ein anderes Beispiel: Das tote Holz umgestürzter Bäume bleibt als wertvoller neuer Lebensraum häufig liegen. NATÜRLICHE KREISLÄUFE zulassen und würdigen – auch dieses Bild scheint mir eine wertvolle Erinnerung an unsere innersten Ressourcen zu sein, es scheint in vielen meiner Fotografien auf.

Meine Motive bearbeite ich technisch nach – ja sicher, aber nur sehr behutsam. Nie verändere oder verzerre ich den Gesamteindruck eines Bildes. Optimiere lediglich die Bildaussage, schärfe ein bisschen, betone einen Farbhauch… in diesem Sinne fühle ich mich der klassischen Fotografie nah, weniger moderner Digitalkunst. Ich nütze die heutigen nahezu perfekten Technikmöglichkeiten um die natürliche Schönheit und Unverwechselbarkeit ins schönste Licht zu setzen und anderen zugänglich zu machen – deshalb habe ich diese Fotoseite ins Leben gerufen.

69_SchAZu meiner Person…

Ich bin Sabine Schmidt-Malaj, seit vielen Jahren freiberufliche Grafik-Designerin – wohnhaft im „schönen Ampertal“.
Mehr Info: www.malajdesign.com und www.schoenes-ampertal.de